


Ubehebe Krater
Der Ubehebe Krater im Norden des Death Valley ist ein Ort von beeindruckender Wucht und fast unwirklicher Ausstrahlung. Schon der Blick vom windgepeitschten Kraterrand in den tiefen, fast 240 Meter abfallenden Krater macht die gewaltige Kraft sichtbar, mit der diese Landschaft entstanden ist.
Besonders spannend ist für mich der starke Kontrast zwischen den dunklen Vulkanablagerungen und den freigelegten, hellen Sedimentschichten im Inneren des Kraters. Gerade das flache Licht am späten Nachmittag bringt die Strukturen, Kanten und Farben der vulkanischen Landschaft eindrucksvoll zur Geltung und verleiht dem Ort eine beinahe dramatische Tiefe.
Ubehebe ist ein rauer, stiller und zugleich magischer Ort, der die Einsamkeit der Wüste auf besondere Weise spürbar macht.
Fakten und Daten
Lage / Anreise: Liegt im abgelegenen, nördlichen Teil des Death Valley Nationalparks (Kalifornien, USA). Vom Besucherzentrum in Furnace Creek fährt man etwa eine Stunde (ca. 90 Kilometer) über vollständig asphaltierte Strassen.
Highlights für die Kamera: Der gigantische Hauptkrater mit seinen farbintensiven Sedimentschichten, der ca. 2,4 km lange Kraterrand-Pfad für wechselnde Perspektiven sowie der kleinere, unmittelbar südlich gelegene Little Hebe Crater.
Beste Reisezeit: Spätherbst bis Frühling (November bis April). Vor allem die späten Nachmittagsstunden eignen sich perfekt, da das warme, tiefstehende Licht die Strukturen im Krater plastisch hervortreten lässt.
Wichtiger Tipp: Bereite dich auf extreme, unberechenbare Winde direkt am Kraterrand vor und achte auf sicheren Stand für dich und dein Stativ. Es gibt vor Ort keinerlei Schatten und keine Toiletten – die nächsten sanitären Anlagen befinden sich 8 Kilometer entfernt an der Grapevine Ranger Station. Ein Abstieg in den Krater ist zwar möglich, der steile Rückweg hinauf durch den tiefen, nachgebenden Lavasand ist jedoch extrem kräftezehrend.